Standorte
Achten Sie darauf, was genau enthalten ist und welche Gebühren oder Wünsche zusätzlich berechnet werden.
Bestattungsart-Hub
Bei einer Waldbestattung wird die Urne an einem Baum oder Naturgrab beigesetzt. Wichtig sind Standort, Nutzungsrecht, Kremation, biologisch abbaubare Urne, Erreichbarkeit für Angehörige und die Art der Abschiedszeremonie.
Schätzbereich: typisch ca. 4.400-9.000 EUR. Die tatsächlichen Kosten hängen von Ort, Gebühren und gewünschten Leistungen ab.
Preisvergleich
Grobe Orientierung: typisch ca. 4.400-9.000 EUR
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Wenn die Bestattungsart grob feststeht, vergleichen Sie lokale Anbieter nach Erreichbarkeit, Bewertungen, ruhiger Beratung und transparentem Leistungsumfang.
Lokale Anbieter vergleichenKosten im Detail lesenDer günstigste Preis ist nicht immer der beste Vergleichspunkt. Wichtig ist, ob Beratung, Überführung, Formalitäten, Trauerfeier, Friedhofsgebühren und spätere Wünsche klar getrennt erklärt werden.
Ein verbindliches Angebot sollte alle Positionen einzeln ausweisen.
Bei einer Waldbestattung wird die Asche einer verstorbenen Person in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes oder in einem naturnah angelegten Grabfeld beigesetzt. Voraussetzung ist immer eine Einäscherung – eine Beisetzung im Sarg ist in Bestattungswäldern und Baumgrabanlagen nicht möglich. Die Grabpflege übernimmt die Natur; klassischer Grabschmuck wie Blumen, Kränze oder Grabsteine ist nicht gestattet.
Hamburgerinnen und Hamburger haben zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Baum- und Naturgräber direkt auf den städtischen Friedhöfen Ohlsdorf und Öjendorf oder ein Baumgrab in einem privat betriebenen Bestattungswald im Umland, etwa im FriedWald oder RuheForst. Beide Wege unterscheiden sich in Erreichbarkeit, Zeremonie, Ruhezeit und Kostenstruktur.
Am Anfang steht die Beauftragung eines Bestattungshauses. Es holt die verstorbene Person ab, kümmert sich um die Formalitäten und organisiert die Einäscherung. Parallel wählen Sie den Beisetzungsort – ein Baum- oder Naturgrab auf einem Hamburger Friedhof oder einen Platz in einem Bestattungswald im Umland.
In den Bestattungswäldern wählen Sie den Platz gemeinsam mit dem Forstpersonal aus und sichern das Nutzungsrecht vertraglich. Bei FriedWald übernimmt die Försterin oder der Förster auch das Öffnen und Verschließen des Grabes; die Urne wird dort in 80 Zentimetern Tiefe beigesetzt.
Die Beisetzung selbst kann still erfolgen oder von einer Zeremonie begleitet werden – im Wald meist als freie Trauerfeier direkt am Baum, auf den Hamburger Friedhöfen wahlweise mit vorheriger Feier in einer Kapelle. Den Termin stimmen Bestatter, Angehörige und Friedhofs- beziehungsweise Waldverwaltung gemeinsam ab.
Auf dem Friedhof Ohlsdorf gibt es zwei naturnahe Anlagen. Die Ohlsdorfer Baumgräber bei Kapelle 12 sind pflegefreie Urnengrabstätten für maximal zwei Urnen; an die Verstorbenen erinnern blätterförmige Bronzetafeln an Stelen.
Der Ohlsdorfer Ruhewald liegt am Prökelmoorteich nahe Kapelle 9. Die Grabstätten fassen bis zu vier Urnen, die Natur übernimmt die Pflege, und auf Wunsch wird eine Namenstafel aus Granit nahe dem Baum angebracht. Auf dem Friedhof Öjendorf sind die Naturgräber am Schleemer Bach als Einzel- oder Paargrab die zweite pflegefreie Option; hier erfolgt die Namensnennung per Messingschild an Wandstelen.
Als grobe Orientierung: Das Komplettpaket für die Naturgräber am Schleemer Bach kostet 4.335 Euro inklusive Einäscherung, Beisetzung und 25 Jahren Nutzungsdauer; ähnliche Pakete – jeweils mit Standardurne – gibt es für Baumgräber und Ruhewald auf Ohlsdorf. Die genaue Aufschlüsselung finden Sie auf unserer Kostenseite zur Waldbestattung.
Der FriedWald Kisdorf im Kreis Segeberg ist der einzige FriedWald-Standort Schleswig-Holsteins und liegt gut eine Autostunde nördlich von Hamburg. Er umfasst 35 Hektar Bestattungsfläche in einem rund 200 Hektar großen Wald aus Eichen, Buchen und Hainbuchen; der Friedhofsstatus ist bis Ende 2112 gesichert. Einen gelegentlich gesuchten FriedWald „Bad Bramstedt“ gibt es übrigens nicht.
Rund 50 Kilometer westlich von Hamburg liegt der FriedWald Buxtehude im Neukloster Forst in Niedersachsen – eröffnet bereits 2006 und 77 Hektar groß. Für die meisten Grabarten gilt dort eine Ruhezeit von mindestens 20 Jahren ab der letzten Beisetzung.
Als Alternative betreibt RuheForst einen Standort in der Segeberger Heide bei Hartenholm, rund 40 Kilometer nördlich von Hamburg in einem über 120 Jahre alten Buchen- und Eichenmischwald; weitere RuheForste liegen in Kummerfeld im Kreis Pinneberg und in Lohof bei Jesteburg in der Nordheide. Auch dort wird die Asche ausschließlich in biologisch abbaubaren Urnen beigesetzt.
Die Waldbestattung passt zu Menschen, die sich der Natur verbunden fühlen und ihren Angehörigen keine Grabpflege hinterlassen möchten. Sie entlastet besonders Familien, deren Mitglieder weit verstreut leben oder eine regelmäßige Pflege nicht leisten können.
Weniger geeignet ist sie, wenn Angehörige einen klassisch gestalteten Ort mit Blumen, Kerzen und individuellem Grabstein brauchen – all das ist im Bestattungswald nicht erlaubt. Auch die Erreichbarkeit sollte bedacht werden: Waldwege sind naturbelassen, während die Anlagen auf Ohlsdorf und Öjendorf über das Wegenetz der Friedhöfe gut zugänglich sind.
Hilfreiche Entscheidungsfragen: Wie weit darf der Ort für Besuche entfernt sein? Soll der Name am Grab lesbar sein? Und sollen später weitere Urnen – etwa des Partners – am selben Ort beigesetzt werden können? Ohlsdorfer Baumgräber fassen zwei, Ruhewald-Grabstätten vier Urnen; in Bestattungswäldern lassen sich auch ganze Bäume für Paare oder Familien erwerben.
In Hamburg beträgt die Ruhezeit für Urnen einheitlich 25 Jahre und beginnt mit der Beisetzung (§ 28 Hamburgisches Bestattungsgesetz). Das Nutzungsrecht an einer Wahlgrabstätte kann auf Antrag um bis zu 25 Jahre verlängert werden.
Private Bestattungswälder haben Friedhofsstatus und eigene Regelwerke: Im FriedWald Kisdorf reichen die Ruhezeiten je nach Grabart von 15 bis 99 Jahren. Prüfen Sie vor Vertragsschluss, wie lange der Wald als Friedhof gewidmet ist und welche Ruhezeit für die gewählte Grabart gilt.
FAQ
Für Waldbestattung liegt der lokale Schätzbereich hier bei typisch ca. 4.400-9.000 EUR. Entscheidend sind Leistungsumfang, Gebühren und gewünschte Zeremonie.
Grab-/Baumnutzungsrecht, Kremation, Biologisch abbaubare Urne, Beisetzung, Trauerzeremonie sollten getrennt ausgewiesen werden, damit Angebote fair vergleichbar sind.
Nein. Die Werte sind lokale Schätzungen und müssen durch konkrete Angebote, Gebührenordnungen und bestätigte Anbieterangaben ersetzt werden.
Nein, auf Hamburger Stadtgebiet gibt es keinen FriedWald. Die nächstgelegenen Standorte sind Kisdorf im Kreis Segeberg – der einzige FriedWald Schleswig-Holsteins – und Buxtehude, rund 50 Kilometer westlich. Innerhalb Hamburgs bieten die Friedhöfe Ohlsdorf und Öjendorf naturnahe Baum- und Naturgräber an.
Ja. In Bestattungswäldern und Baumgrabanlagen werden ausschließlich Urnen beigesetzt, und zwar aus biologisch abbaubaren Materialien. Bei FriedWald kommt die Urne in 80 Zentimetern Tiefe in die Erde; Graböffnung und -verschluss übernimmt das Forstpersonal.
Nein, klassischer Grabschmuck wie Blumen, Kränze oder Grabsteine ist in Bestattungswäldern nicht gestattet. An die Verstorbenen erinnern stattdessen dezente Kennzeichnungen – etwa blätterförmige Bronzetafeln an Stelen bei den Ohlsdorfer Baumgräbern oder Granittafeln nahe dem Baum im Ohlsdorfer Ruhewald.
Auf den Hamburger Friedhöfen gilt eine Ruhezeit von 25 Jahren ab der Beisetzung. Im FriedWald Kisdorf reichen die Ruhezeiten je nach Grabart von 15 bis 99 Jahren, im FriedWald Buxtehude gilt für die meisten Grabarten eine Mindestruhezeit von 20 Jahren ab der letzten Beisetzung.