Abholung und Versorgung
Lassen Sie sich schriftlich erklären, ob diese Position enthalten ist, separat anfällt oder von einer dritten Stelle berechnet wird.
Kosten und Angebotsklarheit
Als grobe Orientierung gilt: typisch ca. 3.500-7.500 EUR. Entscheidend ist aber nicht nur der Gesamtpreis, sondern ob Bestatterleistung, Gebühren, Fremdleistungen und persönliche Wünsche nachvollziehbar getrennt sind.
Kostenbestandteile
Diese Positionen sollten im Gespräch einzeln angesprochen werden, auch wenn der Anbieter zunächst nur einen Gesamtpreis nennt.
Lassen Sie sich schriftlich erklären, ob diese Position enthalten ist, separat anfällt oder von einer dritten Stelle berechnet wird.
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Beratung, Organisation, Überführung, Versorgung, Formalitäten und Begleitung sind echte Leistungen. Sie sollten klar beschrieben werden, damit Angehörige nicht nur Preise, sondern auch Umfang vergleichen.
Friedhof, Krematorium, Urkunden, Trauerhalle, Redner, Blumen oder Musik können separat entstehen. Ein gutes Angebot macht sichtbar, was vom Bestatter kommt und was durch Dritte berechnet wird.
Trauerfeier, Musik, Gestaltung, Anzeige, Bewirtung oder Grabpflege sind oft bewusst wählbar. Angehörige sollten entscheiden können, was wirklich gewünscht ist und was optional bleibt.
Nächste Schritte
Die Gesamtkosten einer Feuerbestattung in Hamburg setzen sich aus drei Blöcken zusammen: den Eigenleistungen des Bestatters, den Krematoriumsgebühren und den Friedhofsgebühren für das Urnengrab. Hinzu kommen Fremdleistungen wie ärztliche Bescheinigungen, Urkunden und – falls gewünscht – die Nutzung einer Trauerhalle.
In der Minimalvariante ist eine vollständige Feuerbestattung in Hamburg ab etwa 1.800 Euro realisierbar; mit Trauerfeier, gehobener Ausstattung und Wahlgrab liegen die Gesamtkosten häufig deutlich über 4.500 Euro. Online-Anbieter bewerben Festpreise ab etwa 1.150 Euro – jedoch ohne Trauerfeier und ohne Friedhofsgebühren. Vergleichen Sie deshalb immer den kompletten Leistungsumfang, nicht nur die beworbene Summe.
Die Standard-Feuerbestattung im Hamburger Krematorium auf dem Parkfriedhof Öjendorf kostet nach der Preisliste 2026 insgesamt 533 Euro. Enthalten sind die Annahme des Verstorbenen, die Aufbewahrung bis zu drei Tagen, die Einäscherung inklusive Aschegefäß, die gesetzlich vorgeschriebene zweite Leichenschau sowie die Abholung des Aschegefäßes. Die Urne wird anschließend bis zu 28 Tage kostenlos aufbewahrt, ab dem 29. Tag fallen 25 Euro je Woche an.
Krematorien im Umland – etwa Tornesch oder Stade – veröffentlichen keine Preislisten, sind aber günstiger: Hamburger Bestatter kalkulieren dort häufig etwa 250 bis 350 Euro für die Kremation. Dem stehen gegebenenfalls längere Überführungswege gegenüber, deren Kosten im Angebot ausgewiesen sein sollten.
Einzelpositionen nach der Preisliste 2026 der Hamburger Krematorium GmbH, inklusive Mehrwertsteuer:
| Leistung | Preis 2026 |
|---|---|
| Standard-Feuerbestattung (Annahme, Einäscherung inkl. Aschegefäß, zweite Leichenschau) | 533 € |
| Feuerbestattung inkl. Aschegefäß (Einzelposition, ab 14. Lebensjahr) | 399 € |
| Annahme des Verstorbenen | 64 € |
| Zusätzliche (zweite) Leichenschau | 70 € |
| Teilnahme von Angehörigen an der Einäscherung | 110 € |
| Einäscherung bei Körpergewicht über 200 kg | 550 € |
| Urnenversand innerhalb Deutschlands | 56 € |
Für die staatlichen Hamburger Friedhöfe gilt eine einheitliche Gebührenordnung; kirchliche Friedhöfe erheben eigene Gebühren. Beim Urnenreihengrab und beim anonymen Reihengrab wird die Gebühr einmalig für die 25-jährige Ruhezeit fällig, bei Wahlgräbern, Kolumbarium und Urnenwand fallen jährliche Nutzungsgebühren an.
Für Urnenbeisetzungen an Samstagen erhebt die Friedhofsverwaltung einen Zuschlag von 200 Euro. Wer eine Trauerfeier in einer Kapelle oder Feierhalle wünscht, zahlt montags bis freitags zusätzlich 315 Euro je angefangene 90 Minuten (samstags 350 Euro); ein Abschiedsraum kostet 131 Euro je angefangene 45 Minuten.
Gebühren nach der offiziellen Gebührenübersicht für das Bestattungs- und Friedhofswesen, gültig ab 01.01.2026:
| Grabart | Grabgebühr | Beisetzungsgebühr |
|---|---|---|
| Urnenreihengrab (25 Jahre Ruhezeit) | 1.260 € | 315 € |
| Anonymes Urnenreihengrab (25 Jahre) | 1.400 € | 315 € |
| Unbekanntes Feld Öjendorf (anonym, nur mit Einäscherung im Krematorium Öjendorf) | 308 € | 100 € |
| Urnenwahlgrab | 65–104 € je m² und Jahr | 315 € |
| Landschaftsgrab / Ruhewald | 111 € je m² und Jahr | 315 € |
| Kolumbarium | 192–299 € je Urne und Jahr | 80 € |
| Urnenwand | 187 € je Urne und Jahr | 80 € |
Ein seriöses Angebot weist die Eigenleistungen des Bestatters – Beratung, Abholung, hygienische Versorgung, Sarg, Urne, Formalitäten – getrennt von durchlaufenden Gebühren und Fremdleistungen aus. Zur Einordnung: Das Großhamburger Bestattungsinstitut (GBI) setzt für die Eigenleistungen einer Feuerbestattung 2.174 Euro an, Budget-Anbieter bieten vergleichbare Grundpakete ab rund 800 Euro – jeweils ohne Gebühren und Auslagen. Nach Angaben des GBI beginnt eine preiswerte Bestattung in Hamburg insgesamt bei etwa 2.100 Euro.
Typische Fremdleistungen sind die ärztliche Leichenschau mit Totenschein (häufig rund 100 bis 265 Euro, im Krankenhaus können weitere Gebühren hinzukommen) und die Sterbeurkunde (19,50 Euro, weitere Exemplare je 8,50 Euro). Die Gebühr für die zweite Leichenschau ist im Hamburger Krematoriumspreis bereits enthalten; bei Umland-Krematorien sollte sie gesondert ausgewiesen sein.
Der größte Hebel ist die Grabart: Das unbekannte Feld auf dem Friedhof Öjendorf kostet insgesamt 408 Euro und ist damit die günstigste reguläre Urnenbeisetzung – allerdings anonym und nur in Verbindung mit der Einäscherung im Krematorium Öjendorf. Ein Urnenreihengrab ist deutlich günstiger als ein Wahlgrab in gehobener Lage; bei Kolumbarium und Urnenwand lohnt es sich, die Jahresgebühren über die gesamte Ruhezeit hochzurechnen.
Weitere Ansatzpunkte: eine Kremation im Umland statt in Hamburg, eine Beisetzung werktags statt samstags und der Vergleich mehrerer Angebote mit identischem Leistungsumfang. Prüfen Sie bei Festpreis-Angeboten genau, ob Kremationsgebühr, Urnenüberführung und zweite Leichenschau enthalten sind – hier unterscheiden sich die Anbieter erheblich.
Können die zur Kostentragung Verpflichteten die Bestattung nicht aus zumutbaren Mitteln bezahlen, übernimmt das Sozialamt nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten. In Hamburg gilt dafür ein Festpreissystem aus dem Vertrag zwischen Bestatterinnung, GBI und Sozialbehörde; Vertragsbestatter dürfen keine Zuzahlungen verlangen.
Übernommen werden bei einer Feuerbestattung unter anderem die Krematoriumsgebühren samt zweiter Leichenschau, ein Reihengrab, die Kapellennutzung in ortsüblicher Dauer und ein beschrifteter Grabkissenstein. Nicht übernommen werden Traueranzeige, Trauerkleidung, Leichenschmaus und Grabpflege. Der Antrag ist gebührenfrei und wird bei der bezirklichen Sozialdienststelle gestellt – auf Wunsch auch nachträglich mit der Originalrechnung des Bestatters.
FAQ
Für Feuerbestattung liegt der lokale Schätzbereich hier bei typisch ca. 3.500-7.500 EUR. Entscheidend sind Leistungsumfang, Gebühren und gewünschte Zeremonie.
Abholung und Versorgung, Krematorium, Urne, Grab- oder Beisetzungsgebühr, Trauerfeier sollten getrennt ausgewiesen werden, damit Angebote fair vergleichbar sind.
Nein. Die Werte sind lokale Schätzungen und müssen durch konkrete Angebote, Gebührenordnungen und bestätigte Anbieterangaben ersetzt werden.
Nach der Preisliste 2026 fallen für die Standard-Feuerbestattung 533 Euro an; darin sind Annahme, Einäscherung mit Aschegefäß und die zweite Leichenschau enthalten. Bei einem Körpergewicht über 200 Kilogramm kostet die Einäscherung 550 Euro, die begleitete Einäscherung mit Angehörigen zusätzlich 110 Euro.
In der Regel ja. Die Umland-Krematorien veröffentlichen zwar keine eigenen Preislisten, Bestatter nennen für sie aber häufig Beträge zwischen etwa 250 und 350 Euro statt 533 Euro in Hamburg. Rechnen Sie mögliche zusätzliche Überführungskosten gegen, bevor Sie sich entscheiden.
Das unbekannte Feld auf dem Friedhof Öjendorf: 308 Euro Grabüberlassung plus 100 Euro Beisetzungsgebühr, zusammen 408 Euro. Die Beisetzung erfolgt dort anonym und setzt die Einäscherung im Krematorium Öjendorf voraus. Ein reguläres Urnenreihengrab kostet 1.260 Euro zuzüglich 315 Euro Beisetzungsgebühr.
Bei nachgewiesener Bedürftigkeit übernimmt das Sozialamt eine einfache, würdige Feuerbestattung zu Festpreisen – einschließlich Einäscherung, zweiter Leichenschau, Reihengrab, Feierhalle in ortsüblicher Dauer und Grabkissenstein. Traueranzeige, Leichenschmaus und Grabpflege gehören nicht dazu. Zuständig ist die bezirkliche Sozialdienststelle; der Antrag ist gebührenfrei.